Aktuelles

Geplante Sonderausstellungen

Ich stricke, also bin ich
23. September - 22.Oktober 2017

Eröffnung: 22. September 2017, 19:00 Uhr

Für die Künstlerin und Ärztin Dr. Dominique Kähler Schweizer – alias Madame Tricot- ist das Stricken der eigentliche Zweck ihres Tuns. Es ist sinnliches Erlebnis und Ausdruck von Emotionen. Ihre dreidimensionalen Kunststrick-Artefakte entstammen der Kulinarik und der medizinischen Wunderkammer. Kähler Schweizers Objekt „anatomisch korrektes Herz“ wurde beim Schoppel Strick-Award, der 2016 zum Thema „Kreative Objekte rund um den menschlichen Körper“ ausgeschrieben war, prämiert. Passend zu Kähler Schweizers Installation „Laboratorium der angewandten Genetik“ zeigt die Ausstellung im Stadtmuseum im Spital Crailsheim eine Auswahl der ungewöhnlichen Strickkunstobjekte des Wettbewerbs: von Darmzotten über Handknochen bis zu „Eizelle und Spermien“. Neben dem mit Humanoiden bevölkerten Laboratorium ist eine exquisite Rohmilchkäseauswahl aufgebaut.
Ist sie für Dr. Frankenstein und Kollegen bestimmt?


3 Schoppel Strick-Award 2016: Gehirn  (Foto © sikorski-friends)
3 Schoppel Strick-Award 2016: Gehirn
(Foto © sikorski-friends)
Dominique Kähler Schweizer: Der Beobachter, 2015 (Foto © Daniel Amman)
Dominique Kähler Schweizer: Der Beobachter, 2015
(Foto © Daniel Amman)

 

Leszek Skurski - Malerei
Crailsheimer Kunstfreunde e.V.
4. November 2017 - 3. Dezember 2017

Eröffnung: 3. November 2017, 19:00 Uhr 



Klein, blitz blank, kurios – Miniaturtoiletten und Puppenbäder
Die Sammlung Roland Schmitt
10. Dezember 2017 bis 11. Februar 2018

Eröffnung, Sonntag 10. Dezember, 11 Uhr

Vor genau 100 Jahren löste ein Pissoir eine heftige Debatte um den modernen Kunstbegriff aus. „Fountain“ ist das berüchtigtste der ersten Ready-mades der Kunstgeschichte. Der Dadaist Marcel Duchamp reichte das handelsübliche Urinbecken signiert mit „R. Mutt“ 1917 bei einer Kunstausstellung in New York ein. Für Roland Schmitt, Künstler und Kunsterzieher, ist Duchamps Objekt der Auslöser für seine Beschäftigung mit dem Thema Toilette, WC, Bad, Sanitärwesen und seiner diesbezüglichen Sammelleidenschaft. Badezimmer, ein an die Kanalisation angeschlossenes Klosett auf der Etage oder in der Wohnung kommen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auf. 40 % aller Menschen auf der Welt verfügen auch heute noch nicht über eine Toilette. Puppenbadestube und Toilette ergänzen das Puppenhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Spiel mit dem Haushalt im Kleinformat soll Mädchen auf die ihnen zugedachte Rolle als Hausfrau vorbereiten. Die kleinen Bäder und Toiletten spiegeln Hygienestandards und Design ihrer jeweiligen Zeit: von der weiß emaillierten Blechbadewanne bis zum poppig pinken Barbie Badezimmer. Neuster Schrei des Puppenbads der Crailsheimer Holz- und Spielwarenfabrik um 1970er Jahren war die Dusche, aus der tatsächlich Wasser kam und der beleuchtete Alibert Spiegelschrank. Neben Puppenstuben WCs existiert ein Fülle von Klominiaturen: Souvenirs, Feuerzeuge, Aschenbecher, Sanitärmodelle, Behälter für Salz, Pfeffer, Senf mit und ohne Benutzer. Roland Schmitts Sammlung umfasst derzeit ca. 1000 Miniaturtoiletten, 130 Puppenbadestuben, 300 Miniaturbadewannen, 180 Miniaturplumpsklos, 400 Publikationen und mehr als 1000 Fotos.

Abb.1: Roland Schmitt
Abb.1: Roland Schmitt
Abb.2: Puppenbadestube um 1950, Linus Dähnert
Abb.2: Puppenbadestube um 1950, Linus Dähnert