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Was vom Winter übrig blieb – Schneekugeln aus der Sammlung Josef Kardinal

23. November 2018, 19:00 Uhr

Josef Kardinal, pensionierter Finanzbeamter, passionierter Kunstliebhaber und Sammler von bald 10.000 Schneekugeln, führt durch den eigenartigen Miniaturkosmos der (Halb)Kugel mit immerwährendem Schneegestöber.

Was vom Winter übrig blieb
Schneekugeln aus der Sammlung Josef Kardinal
Eröffnung: 23. November 2018, 19:00 Uhr

24. November 2018 bis 10. Februar 2019

Ihr Boom begann in den 1950er Jahren und es gibt sie immer noch, massenhaft, weltweit: die (Halb)Kugel zum Schütteln mit immerwährendem Schneegestöber. Die Schneekugel spiegelt Sehnsüchte und Zeitgeist. Sie lebt von der Faszination für Miniaturen und vom Wunsch nach beherrschbaren kleinen heilen Welten. Die Schneekugel ist der Inbegriff des Spießigen. Sie ist niedlich, aber auch ungewollt (?) abgründig, witzig, vulgär. Im Schnee tummeln sich sowohl Skifahrer als auch Badenixen. Die Schneekugel inspiriert Künstlerinnen und Künstler. Sie fasziniert Kinder und Erwachsene und ist letzteren nicht selten peinlich. Josef Kardinal wurde durch Zufall zum Sammler von Schneekugeln. Inzwischen zählt seine Sammlung bald 10.000 Objekte. Das Spektrum an Themen und Ausführungen ist umfassend: vom Reise- und Wallfahrtsandenken bis zur Disneysonderedition. Mit seiner Sammlung steht Josef Kardinal im Guinness Buch der Rekorde. An Hand von Themengruppen wie Winterreise, Winterkunst, Wintermärchen zeigt die Ausstellung Schneekugeln und die darin zum Ausdruck kommenden Befindlichkeiten und Moden von den 1950er Jahren bis heute.

Josef Kardinal in seiner Sammlung (Foto Stadtmuseum)
Josef Kardinal in seiner Sammlung (Foto Stadtmuseum)
Schneekugel, 1950er Jahre, Sammlung Josef Kardinal (Foto Stadtmuseum)
Schneekugel, 1950er Jahre, Sammlung Josef Kardinal (Foto Stadtmuseum)