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Geplante Sonderausstellungen

Gustav Schleicher (1887 – 1973): Künstler – Architekt

10. Juli bis 13. September 2026

Eröffnung 10. Juli 2026, 19 Uhr

Gemälde und Aquarelle aus einer Stuttgarter Privatsammlung ermöglichen einen neuen Blick auf Gustav Schleicher - den Architekten des Crailsheimer Wiederaufbauplans. Die Ausstellung zeigt ihn als vielseitigen Künstler und eröffnet einen Einblick in sein Werk von den späten 1920er bis in die 1970er Jahre

Es scheint das Schicksal Schleichers zu sein, dass er meist nur im Zusammenhang mit seinen Netzwerken Erwähnung findet. Dabei ist sein künstlerisches Werk beachtlich. Es umfasst rund 100 Gemälde und etwa 1000 Aquarelle. Stilistisch reichen seine Arbeiten vom Spätimpressionismus bis hin zu expressiven und abstrakten Kompositionen. Erwähnt wird Gustav Schleicher aber meist nur im Zusammenhang mit seinem berühmten Künstler-Freundeskreis - darunter Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Otto Mayer-Amden und Ida Kerkovius.

Gustav Schleicher ist ambitionierter, die Malerei zeitlebens seine private Leidenschaft. Ab 1906 studiert er an der Technischen Hochschule in Stuttgart Architektur. Parallel dazu besucht er als Gaststudent zeitweise die Akademie der Bildenden Künste und die Kunstgewerbeschule Stuttgart. Mehrmals belegt der Architekt Malkurse bei der Künstlerin Ida Kerkovius. Bis ins hohe Alter bleibt er künstlerisch aktiv und nimmt an Ausstellungen teil.

Eine umfassende Würdigung erfährt das künstlerische Werk des damals 70-jährigen Gustav Schleicher 1958 mit seiner ersten Einzelausstellung in Stuttgart in der Galerie Lutz & Meyer. 1995 erscheint die Publikation „Gustav Schleicher. Malerei aus Freude an der Farbe“ von Hans-Dieter Mück, die auf dem damals noch zugänglichen schriftlichen Nachlass von Schleicher basiert.

Sein beruflicher Weg führt den Architekten von Stuttgart aus nach New York, Wien, Berlin, Hamburg und immer wieder zurück in seine Heimatstadt. Am 1. Juli 1946, übernimmt der damals 58-jährige Baurat a.D. die Leitung des „Aufbauamtes Crailsheim Stadt“. Fast 95% der Innenstadt sind zu diesem Zeitpunkt kriegszerstört. Gemeinsam mit seinem engen Mitarbeiter Dipl.-Ing. Ludwig Schweizer, entwickelt der freie Architekt einen Stadtbauplan, der den Grundstein für die heutige Crailsheimer Innenstadt legt.

Abb.1. Gustav Schleicher: Selbstporträt, 1952 (Foto privat)
Abb. 2. Gustav Schleicher: Abstraktion, 1948 (Foto privat)
Abb. 3. Gustav Schleicher: abstrakte Komposition, o. J. (Foto privat)
Abb. 4. Gustav Schleicher: Wiederaufbau Crailsheim (Foto privat)

 

 

Anja Luithle

Installationen, Objekte, Malerei (?)

Crailsheimer Kunstfreunde

26. September bis 8. November 2026

Eröffnung, Freitag, 25.09., 19 Uhr

 

 

 

 

Mechanisches Spielzeug „Made in Japan“

Sammlung Weidler

Ende November 2026 bis Februar 2027